Striichle

I ha ne Hündli, Chatz und no ne Frau,
zwei bäffzge ammel, d Chatz macht bloß miau,
doch eins hänn alli drei, i schick mi drii,
si wotte alli so gern gstriichlet sii.

Doch alli drei mitnand goht selte guet
und meistens wänn si s mitenand, die Bruet,
i striichle d Chatz, de Hund, no schnurrts und chnurrts,
doch do debii chunnt meistens d Frau halt z churz.

Das isch eso, do sin die Tierli eige,
ich mueß dur s striichle ihne d Liebi zeige
und das womöglich mindstens alli Stund,
si striichli halt mii Chätzli und de Hund.

I striichle si bi Sunn- und Werchtigstage,
de Frau chasch jo biim Weckerstelle sage,
daß mr si gern het, bhüet di Gott mii Schatz,
no striichli nomol s Hündli und mii Chatz.

Werner Richter

Sunntigsesse!

hundMii Hündli het e Glüstli,
s chlopft giirig in siim Brüstli,
er bettlet halt für s Lebe gern,
i lueg in siini Augestern
und - gib em halt e bizzeli
vom Rand vo miinem Schnitzeli,
es goht e winzig Rüngli
no schleckt er mit em Züngli
an siine weiche Läfzge
und fangt nomol a bäfzge.
Au s Chätzli hockt am Stubetisch
und wartet, bis dr öbbis gisch,
es dööblet mit de Tätzli,
no jo ihr liebe Schätzli,
katzdo hänn dr halt e bizzeli
vo miinem Sunntigs-Schnitzeli,
und no nemol e Fätzli
für s Hündli und für s Chätzli,
- ihr Blick tuet mi liebkose,
mir bliibe als Almose
Herdöpfelstock mit Sooße.

Werner Richter

zurueck