Diner Oenologique 2007

diner01von Ralph Lacher, Binzen/ Markgräflerland
Die "Erste Markgräfler Weinbruderschaft", vor 13 Jahren, 1994 gegründet und vom Lörracher Siegfried Grether bis 2003 als Präsident geführt, hat in den letzten fünf, sechs Jahren nicht nur ihre Mitgliederzahlen deutlich erhöht, sondern auch ihre Aktivitäten zum Thema Weinkultur im Markgräflerland deutlich ausgeweitet. Das sagte am Rande eines "Diner Oenolique" in der "Mühle" in Binzen und bei "Weinbruder" Hansjörg Hechler der im vierten Jahr amtierende Präsident Jürgen Aumüller aus Bad Krozingen-Biengen. Rund 80 Bruderschaftsmitglieder, Frauen und Männer aus dem gesamten Markgräflerland, waren gekommen und machten sich beim Apero erst einmal ein Bild auch vom Hotel-Neuabu von Hansjörg und Gill Hechler. Beim anschließenden Diner, gestaltet von Hansjörg Hechler in Absprache mit der Weinbruderschafts-Führung um Aumüller und Schriftführerin (und Ex-Weinkönigin) Andrea Neymeyer aus Staufen stellte die aktuelle Markgräfler Weinprinzessin Tatjana Trescher aus Ehrenstetten die ausgesuchten Winzersekte und Weine in humorigen Worten vor. Zum Apero gab es einen Weißburgunder Winzersekt vom Weingut Neymeyer aus Staufen, zur Trilogie von der Gänseleber Laufener Altenberg Chasslie von der WG Laufen, Ehrenstettener OElberg Weißburgunder Auslese vom Weinkeller Ehrenkirchen und Haltinger Stiege Gewürztraminer von der WG Haltingen, zum Seeteufel in der Kartoffelkruste schenkte Hansjörg Hechler mit seinem Team Pinot Noir vom Weingut Zotz in Heitersheim, Müllheimer Sonnhalde Weißburgunder vom Weingut Schindler in Auggen, zum Wiesentäler Kalbsrücken mit Sommertrüffeljus Müllheimer Pfaffenstück Spätburgunder vom Weingut Engler in Britzingen und Auggener Letten Spätburgunder vom Weingut Bolanz-Kretschmar in Auggen ein. Wuchtige, kräftige Weine gab es dann zum Käse-Dessertbuffet mit eiem Scherzinger Batzenberg Spätburgunder aus dem Barriquefass vom Weingut Heinemann und eine Wolfenweiler Ruländer Beerenauslese Barrique von der WG Wolfenweiler.
muehleAndrea Neymeyer und Jürgen Aumüller informierten am Rande der Veranstaltung in Binzen, dass sich die Vereinigung inzwischen auf über 150 Mitglieder ausgedehnt hat, dass man als Zusammenschluss von Winzern, Weinfreunden und Weinkennern sowie Gastronomen die historische Tradition des Weinbaus im Markgräflerland und dessen Gastlichkeit fördern wolle und mit dieser Traditionspflege auch die Arbeit der Winzerinnen und Winzer werblich fördern will. Selbstverständlich sei man modernen Entwicklungen aufgeschlossen, wisse um die aktuelle Bedeutung des Weinbaus für das Markgräflerland. Die Wurzeln des Weinbaus lägen, so Alexandra Neymeyer, in der historisch-kulturellen Tradition des Markgräflerland, der Offenheit und Aufgeschlossenheit der Menschen hierzulande. Und die Zusammenhänge zwischen Land und Leuten und dem Weinbau sowie der Gastronomie wolle man mit seinen Aktivitäten deutlich machen, so die Ex-Weinhoheit. In diesem Kontext zu sehen sei auch der Abstecher in die "Mühle", wo Hansjörg Hechler die "feine Markgräfler Art" pflege und diese mit der herzlichen Aufnahme der Weinbruderschaft und vor allem dem "tollen Menü" (Aumüller) eindrucksvoll unter Beweis stellte.

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