Kunst und Wein

kunst_wein01Kunst und Wein – unter diesem Motto veranstaltet die „Erste Markgräfler Weinbruderschaft“ seit mehreren Jahren Fahrten in benachbarte Weinbaugebiete, wobei der Kunstsektor in den bewährten Händen von Arno Herbener liegt. Dieses Jahr ging es an den Kaiserstuhl.
Bestens vorbereitet wurde diesesmal die Fahrt von Vorstandsmitglied Arno Sütterlin, der seit letztem Jahr mit großem Erfolg als Kellermeister im Weingut Abril in Bischoffingen tätig ist, ein Weingut, das seit rund 250 Jahren besteht.
Erstes Ziel war die Sankt-Michaels-Kirche in Niederrotweil, ein wahres Kleinod am Fuße des Kaiserstuhls, erstmals im Jahre 1157 urkundlich erwähnt. Die ursprüngliche Wehrkirche kam 1365 zum Besitz des Klosters Sankt Blasien. Sie ist reichhaltig ausgestattet mit Wandmalereien aus dem 14. Jahrhundert. Ins 16. Jahrhundert fällt die Erschaffung des geschnitzten Altars, einer der spätesten unter den Flügelretablen.
Arno Herbener erläuterte plastisch den Wandel der Kirche im Lauf der Geschichte und verband dies mit der Entstehungsgeschichte des Kaiserstuhls.
Danach ging es auf die Aussichtsplattform Mondhalde oberhalb von Oberrotweil, die auf einer Höhe von 370 m einen herrlichen Rundblick bietet. Hier wurde die Reisegruppe bereits von Armin Sütterlin erwartet. Bei einem Glas köstlichen Weißburgunder und einem Stück Hefezopf erläuterte Sütterlin die Reblagen ringsum.
Danach ging es Richtung Bischoffingen, wo die protestantische Sankt-Laurentius-Kirche besichtigt wurde. Eine gelungene Symbiose zwischen mittelaterlichem freskengeschmückten Chor und dem klassizistischen Kirchenschiff.
Der Abschluss dieser Fahrt fand im Weingut Abril statt. Hier wurde zunächst der Keller besichtigt, ein Blick in die reichhaltige „Schatzkammer“ des Gutes wurde auch vorgenommen. Armin Sütterlin kredenzte danach 10 Weine und erläuterte nicht nur deren Werte, sondern gab auch einen Einblick in seine Philosophie der Weinfertigung. Nicht nur bei den Rot- , sondern auch bei den Weißweinen wurde ein biologischer Säureabbau vorgenommen, ein Weg zur Qualitätssteigerung, wovon sich die Teilnehmer ein Bild machen konnten. Gleichermaßen hielt er ein Plädoyer für fruchtige nicht zu alkohollastige Weine, die beim Verbraucher durchaus Anklang finden.
Abschließend sorgte ein zweiter “Markgräfler am Kaiserstuhl“, Wolfgang Pfunder, für ein deftiges Winzervesper.
Präsident Jürgen Aumüller dankte namens der Teilnehmer Armin Sütterlin für die gelungene Veranstaltung. Wieder einmal waren Kunst und Wein einer der Höhepunkte des Bruderschaftsjahrs, zwei Begriffe die untrennbar miteinander verbunden sind.

Foto und Text: Rüdiger Herterich

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