gutedelcup2010

  • Spätlese trocken
  • QbA trocken Markgräflerland
  • Kabinett trocken
  • Gutedel trocken International
  • 1. Platz 2009 Britzinger Sonnhole Spätlese WG Britzingen
  • 2. Platz 2009 Heitersheimer Maltesergarten Spätlese Weingut Julius Zotz KG
  • 3. Platz 2009 Auggener Schäf Spätlese WG Auggener Schäf
  • 4. Platz 2009 Hügelheimer Schloßgarten Spätlese WG Hügelheim
  • 5. Platz 2009 Betberger Maltesergarten Spätlese Weingut Rieger GbR
  • 1. Platz 2009 Markgräfler Lindenhof QbA WG Schliengen-Müllheim
  • 2. Platz 2009 Schliengener Sonnenstück QbA Weingut Zimmermann
  • 2. Platz 2009 Heitersheimer Maltesergarten QbA Weingut Feuerstein
  • 2. Platz 2009 Heitersheimer Maltesergarten QbA Weingut Julius Zotz KG
  • 5. Platz 2009 Baden Classic QbA Weingut Faber, Freiburg
  • 6. Platz 2009 Schlatter Maltesergarten QbA BZM Efringen-Kirchen
  • 7. Platz 2009 Auggener Schäf QbA WG Auggener Schäf
  • 8. Platz 2009 Bellinger Sonnenstück QbA Weingut Zimmermann
  • 8. Platz 2009 Schliengener Sonnenstück QbA WG Schliengen-Müllheim
  • 10.Platz 2009 Badenweiler Römerberg QbA WG Schliengen-Müllheim
  • 1. Platz 2009 Scherzinger Batzenberg Kabinett Weingut Heinemann
  • 2. Platz 2009 Britzinger Kabinett WG Britzingen
  • 3. Platz 2009 Ballrechten-Dottinger Castellberg Kabinett BZM Efringen-Kirchen
  • 4. Platz 2009 Efringer Ölberg Kabinett Weingut Huck-Wagner
  • 4. Platz 2009 Heitersheimer Maltesergarten Kabinett Weingut Julius Zotz KG
  • 6. Platz 2009 Mauchener Sonnenstück Kabinett Weingut Lämmlin-Schindler
  • 7. Platz 2009 Müllheimer Reggenhag Kabinett Weingut Schindler
  • 8. Platz 2009 Binzener Sonnhole Kabinett Wein-&Sektgut Schweigler
  • 9. Platz 2009 Heitersheimer Maltesergarten Kabinett Weingut Feuerstein
  • 1. Platz 2009 Mauchener Sonnenstück Kabinett Weingut Lämmlin-Schindler
  • 2. Platz 2009 Markgräfler Lindenhof QbA WG Schliengen-Müllheim
  • 2. Platz 2009 Staufener Schlossberg QbA WG Staufen
  • 2. Platz 2009 Laufener Altenberg QbA WG Laufen
  • 5. Platz 2009 Müllheimer Burg Neuenfels QbA WG Schliengen-Müllheim
  • 6. Platz 2009 Mauchener Sonnenstück QbA Weingut Lämmlin-Schindler
  • 7. Platz 2009 Fendant de Sion "Les Mazots" AOC Chasselas trocken Maurice Gay SA, Chamoson/VS
  • 8. Platz 2009 Auggener Schäf Spätlese WG Auggener Schäf
  • 9. Platz 2009 St. Saphorin "Roche Ronde" AOC Chasselas trocken Jean&Pierre Testuz,Treytorrens-Cully/VD
  • 9. Platz 2009 Baden Classic QbA WG Hügelheim 9. Platz 2009 Ins Chasselas AOC Chasselas trocken Weingut Hämmerli, Ins/BE

 

Medieninformation Markgräfler Wein e.V. / 23. April 2010

Gutedel Cup 2010

Badenweiler. Mit der Rekordzahl von mehr als 250 Anstellungen aus Deutschland und der Schweiz behauptet der Gutedel Cup einmal mehr seine Sonderstellung als einer der international bedeutendsten Wettbewerbe zur Prämierung von Weinen der Sorte Gutedel. „Die hohe Anzahl der teilnehmenden Weingüter und Winzergenossenschaften ist ein Beleg für das Qualitätsbewusstsein der Gutedelweinerzeuger und den hervorragenden Ruf der Veranstaltung“, betonte Claudia Schlumberger-Bernhart, die Vorsitzende des Markgräfler Wein e.V, der in diesem Jahr zum 14. Mal den Markgräfler Gutedel Cup und zum 4. Mal den Internationalen Gutedel  Cup ausrichtete. Dem Verein gehören 90 Winzer-genossenschaften, Weinkellereien sowie private Weingüter aus dem Markgräflerland an.

Als Sieger beim 14. Markgräfler Gutedel Cup wurden auf dem jeweils ersten Platz prämiert: In der Kategorie „QbA trocken Markgräflerland“ die Erste Winzergenossenschaft Schliengen-Müllheim mit einem 2009 „Markgräfler Lindenhof“. In der Kategorie „Kabinett trocken“ das Weingut Heinemann aus Ehrenkirchen-Scherzingen mit dem 2009 „Scherzinger Batzenberg“ und in der Kategorie „Spätlese trocken“ die Winzergenossenschaft Britzingen mit einem 2009 „Britzinger Sonnhole“. Beim 4. Internationalen Gutedel Cup erreichte das Weingut Lämmlin-Schindler aus Schliengen-Mauchen mit dem 2009 „Mauchener Sonnenstück“, Kabinett, den ersten Platz. (Weitere Informationen in der Ergebnisliste Gutedel Cup 2010)

Unter den verkosteten Weinen aus dem Anbaugebiet Saale-Unstrut errang der 2009 „Thüringer“ des Weingutes Sonnenburg aus Bad Sulza den ersten Platz auf der regionalen Rangliste. Der 2009 Fendant de Sion „Les Mazots“ AOC des Weingutes Maurice Gay SA aus Chamoson im Wallis war der beste Gutedel aus der Schweiz. Er wurde beim Internationalen Gutedel Cup mit dem 7. Platz prämiert und führt damit zugleich die regionale Rangliste der Schweizer Weine an.   (Weitere Informationen in der Ergebnisliste Gutedel Cup 2010)

Die feierliche Verleihung der Preise fand am 22. April 2010 im Kurhaus von Badenweiler unter der Moderation von Petra Klein, SWR, und Peter Wohlfarth, Geschäftsführer des Badischen Weinbauverbandes, statt. Die Vertreter der Sponsoren der Veranstaltung, die Zimber GmbH & Co. KG, die Vollherbst Druck GmbH, die Fachspedition Karldischinger GmbH  und Weintrans GmbH & Co. KG überreichten die begehrten Sieger-Trophäen des Gutedel Cups an die Erstplatzierten. Als  Schirmherrin des Wettbewerbs übergab die Markgräfler Weinprinzessin, Lisa Wagenmann, die begehrten Urkunden. Für das Gebiet Saale-Unstrut nahm die Weinkönigin Elvira Zahn und für die Schweiz nahm Professor Dr. Jürg Gafner von der Eidgenössischen Forschungsanstalt Agroscope Wädenswil die Auszeichnungen entgegen.

Größte Beteiligung in der Geschichte des Gutedel Cups

Der Gutedel Cup wird jährlich in vier Kategorien vergeben. Im Rahmen des Markgräfler Gutedel Cups wurden die zehn besten Weine aus dem Anbaugebiet Markgräflerland in den Kategorien „QbA trocken Markgräflerland“ und „Kabinett trocken“ ausgezeichnet, in der  Kategorie „Spätlese trocken“, die im Wechsel mit der Kategorie „Edelsüße Gutedel“ nur alle zwei Jahre verprobt wird,  waren es die fünf besten Weine. Beim  Internationalen Gutedel Cup wurden die zehn Favoriten der Weine prämiert, die aus dem Markgräflerland, aus Saale-Unstrut und aus der Schweiz separat für die Kategorie „Gutedel trocken international“ angemeldet waren. Die  besten „internationalen“ Gewächse aus Saale-Unstrut und der Schweiz führen wiederum die beiden regionalen Ranglisten an, die für diese Anbaugebiete erstmals erstellt wurden.

Die diesjährigen Sieger wurden im Rahmen einer strengen Blindverkostung am 12. April 2010 unter der Federführung des Badischen Weinverbandes im Staatlichen Weinbauinstitut in Freiburg ermittelt. Mit mehr als 250  Anstellungen verzeichnete der Markgräfler Wein e.V. in diesem Jahr die größte Beteiligung in seiner Geschichte.  Für das Markgräflerland, das mit rund 1.050 Hektar Fläche das größte Gutedelanbaugebiet in Deutschland ist, waren mehr als 190 Weine gemeldet, für die Region Saale-Unstrut mit 20 Hektar Gutedelanbaufläche elf Weine und für die Schweiz 56 Weine aus rund 4.100 Hektar Gutedelbestand.

Die 30-köpfige, unabhängige Jury setzte sich zusammen aus sachkundigen Gastronomen, Sommeliers, Fachhändlern, Önologen, Kellermeistern und Journalisten. Darunter waren auch Vertreter aus der Region Saale-Unstrut sowie aus der Schweiz.  Die Bewertung der angestellten Weine erfolgte nach einem 20 Punkte umfassenden Kriterienkatalog.

Interessante Aromenvielfalt der 2009er Gutedelweine

Die Ergebnisse der Blindverkostung bestätigten, dass der Weinjahrgang 2009 auch beim Gutedel sehr gehaltvolle Qualitäten hervorbringt. „Die diesjährigen Weine haben aufgrund der hohen Mostgewichte einen höheren Alkoholgehalt und sind damit sehr dichte Weine“, betont Markus Büchin, Mitglied des Vorstands des Markgräfler Wein e.V. und Kellermeister der Winzergenossenschaft Haltingen e.G., der die Weinverkostung geleitet hat. Geprägt seien die Weine des Jahrgangs auch durch eine interessante Aromenvielfalt, die vielfach durch eine gezielt kühle Gärung erzeugt werde, erklärt Büchin. Sie präsentierten sich mit frischen, intensiven Fruchtaromen. Damit bewahrt der Gutedel seinen typischen Charakter: „Er zeichnet sich durch Leichtigkeit, Frische, Fruchtigkeit und einem angenehmen Säuregrad aus“, betont Thomas Basler, ebenfalls im Vorstand des Markgräfler Wein e.V. und Geschäftsführer des Winzerkellers Auggener Schäf e.V.. Der Gutedel  bleibe der ideale und vielseitige Begleiter für Weingenießer: sowohl als Zechwein beim geselligen Zusammensein als auch als Begleiter von Spargel- und Fischgerichten und zu feinem Käse. Ein weiterer Trend, den die Verkostung bestätigte: Deutsche und Schweizer Gutedelweine nähern sich einander immer mehr an. Dennoch gelten die Weine der Eidgenossen, die aus den Anbaugebieten Wallis, Genfersee, Bielersee und Waadt stammen, aufgrund der längeren Feinhefelagerung als die cremige und „buttrige“ Variante.

Über den Sieger Kategorie „QbA Qualitätswein trocken Markgräflerland“:

Markgräfler Lindenhof, Erste Winzergenossenschaft Schliengen-Müllheim
Die erste und älteste Winzergenossenschaft des Markgräflerlandes, die im Jahr 1908 gegründet wurde, bewirtschaftet heute rund 232 Hektar, davon 30 Prozent mit Gutedel. Seit 2001 gehört der Markgräfler Lindenhof mit zur Weinfamilie der Ersten Winzergenossenschaft Schliengen-Müllheim unter der Leitung von Andreas Slabi. Das Weingut Lindenhof  wurde 1792 erbaut und war einst Gutshof und Sitz des Bürgermeisters von Müllheim sowie Richters Blankenhorn. Heute steht der Lindenhof im Markgräflerland für Bodenständigkeit und alte Winzer- und Weinbau-tradition. Diese Tradition findet sich auch in den Lindenhof-Weinen wieder, die sich durch hervorragende Qualitäten, Kraft und Struktur auszeichnen. Die Weine stammen aus Einzellagen rund um Müllheim. Mit größtem Aufwand sortieren die Müllheimer Winzerfamilien die Trauben am Stock, lesen stets von Hand und liefern bestes Lesegut an die Winzergenossenschaft. Die Ernten aller Einzellagen werden separat erfasst und individuell ausgebaut. Die Kunst der Weinbereitung beginnt bei der Ersten Winzergenossenschaft Schliengen-Müllheim jedoch lange vor der Ernte: Kellermeister Philip Dahm nimmt bereits beratend Einfluss auf die Arbeit der Winzer, um durch Mengenbeschränkungen und einen umweltverträglichen Weinanbau die Voraussetzungen für eine hoch-wertige Ernte zu schaffen.  (Weitere Informationen unter www.sonnenstueck.de)

Über den Sieger Kategorie „Kabinett trocken“:

Scherzinger Batzenberg, Kabinett, Weingut Heinemann, Ehrenkirchen-Scherzingen
Die Familie Heinemann kann seit mehr als  450 Jahren auf eine stolze Weinbaugeschichte zurückblicken: Damit sind Tradition, Erfahrung und stetige Weiterentwicklung der Weinbautechnik die Basis für Weine von hervorragender Qualität. Auf einer Anbaufläche von 13 Hektar gedeihen auf dem Batzenberg im nördlichen Markgräflerland unterschiedliche Rebsorten. Die Bodenverhältnisse - von tonigem Lehm über Löss mit hohem Kalkgehalt und Verwitterungsgestein - ermöglichen jeder Sorte den idealen Standort. Die Natur schafft so die Grundlage für „terroir“-geprägte Weine. „Der Boden ist mein Erbe. Ich habe ihn nur geliehen." So behandelt ihn Lothar Heinemann auch, respektvoll, mit Boden schonendem Anbau und Dauerbegrünung. (Weiter Informationen unter www.weingut-heinemann.de)

Über den Sieger Kategorie „Spätlese trocken“:

Britzinger Sonnhole Spätlese, Winzergenossenschaft Britzingen Markgräflerland  
Die Wintergenossenschaft Britzingen legt Wert auf einen ganzheitlichen, umweltschonenden Weinbau. Unter der Regie von Kellermeister Bruno Kiefer hat auch der schonende Ausbau der Weine im Keller Priorität. „Wir bewahren somit bodenständige Tradition und erzeugen bekömmliche Weine mit Charakter”, beschreibt Geschäftsführer Achim Frey den Stil der Britzinger Gewächse. 30 Prozent der Fläche von 200 Hektar gehört dem Gutedelanbau, der zum Teil den biologischen Säureabbau durchläuft, um die Weine noch harmonischer und bekömmlicher zu gestalten. Im Herbst wird mit gestaffelten Leseterminen das in den Keller geholt, was für die gewünschten Qualitäten optimale Ergebnisse bringt. Durch kühlere Gärungen wird die Fruchtigkeit der Weine hervorgehoben, der biologische Säureabbau fördert die Harmonie und Bekömmlichkeit der Weine. Mit spezifischen Hefen und längerem Lager auf der Feinhefe sowie moderner Mostvorklärung ("Flotation") wird die Reintönigkeit, der Sortencharakter der Weine erzeugt und deren Geschmack optimiert. (Weitere Infos unter www.britzinger-wein.de)

Über den Sieger des Internationalen Gutedel Cups - Kategorie „Gutedel trocken International“:

Mauchener Sonnenstück, Kabinett, Weingut Lämmlin-Schindler, Schliengen-Mauchen
Gerd Schindler übernahm 1995 das Weingut von seinen Eltern. Ein Viertel der heutigen Rebfläche von 13,8 Hektar ist mit Gutedel bestockt. Schindler verfolgt konsequent einen kontrolliert ökologischen Ansatz, also ohne Herbizide, Insektizide, hoch synthetisierte Fungizide und Kunstdünger. Eine Gruppe von Vertragswinzern, die der Familie zum Teil schon seit Generationen verbunden sind, liefert Trauben von weiteren fünf Hektar an. Der Anbau ohne Unkrautvertilger ist auch hier obligatorisch und der Ausbau dieser Weine erfolgt separat. Die mineralstoffreichen Böden aus Löss-Lehm bringen den Trauben die nötige Kraft und der hohe Steinanteil des Jurakalkes verleiht den Weinen ihre unverwechselbare Fruchtigkeit und Eleganz. (Weitere Informationen unter www.laemmlin-schindler.de)

Über den Gutedel

Der Gutedel gilt als älteste Kulturrebe der Welt. Ihre Urheimat wird in Palästina vermutet. Der Anbau am mittleren Nil vor 5.000 Jahren gilt als verbürgt. Historiker gehen von einer Verbreitung an Römer und Griechen durch die seefahrenden Phönizier aus. Anfang des 16. Jahrhunderts gelangte der Gutedel in französische Anbaugebiete, nachdem ein französischer Diplomat die Rebe von Konstantinopel 1523 ins Burgund gebracht haben soll. Im Ort Chasselas, südwestlich von Mâcon, soll der Gutedel dann erstmalig in Frankreich angebaut worden sein, worauf sich der internationale Name Chasselas zurückführen lässt. Fest steht, dass auf deutschem Boden zu Beginn des 17. Jahrhunderts Gutedel angepflanzt wurde, zuerst in Württemberg und Franken, ein Jahrhundert später in Sachsen und südlich von Freiburg, im heutigen Markgräflerland. Eine größere Verbreitung erfuhr der Gutedel erst durch die Aktivitäten des Markgraf Friedrich von Baden, der 1780 aus Vevey, einer bekannten Weinbaugemeinde am Genfer See, Pflanzgut einführte. 

Heute ist das Markgräflerland in Deutschland mit 1.050 Hektar die Hauptanbauregion des Gutedels. In Saale-Unstrut erstreckt sich der Anbau auf 20 Hektar. Europaweit wachsen Gutedelweine auch im Elsass, in Rumänien, Ungarn,  Tschechien und insbesondere in der Schweiz, wo er gerade in der französisch sprechenden Schweiz (Westschweiz und Wallis) mit einer Anbaufläche von rund 4.100 Hektar eine dominante Rolle spielt. Im Wallis heißen die Weine meist Fendant, in den übrigen Gebieten Chasselas.

Ansprechpartner für die Medien:

Markgräfler Wein e.V.
Thomas Georg Senf
Geschäftsführer
Breisacher Straße 12

D-79395 Neuenburg

Tel. 07631/938 800
E-Mail: ts-verlag@t-online.de
www.markgraefler-wein-ev.de

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